Sir Lankan Sunset

Sir Lankan Sunset
Bild: stepin.de

Freitag, 9. Januar 2015

Ein noch entspannterer Tag am Pool

Auch heute war chillen angesagt! Da unser Programm erneut wegen der Wahlen ausfiel, kamen einige von uns auf die Idee, für kleines Geld den Pool in einem benachbarten Hotel zu nutzen.

Eine super Idee wie sich später herausstellte, denn das „Mahaweli Reach Hotel“, was direkt am Mahaweli Fluss liegt, ist wirklich erste Sahne.

Für umgerechnet 3 Euro konnten wir den ganzen Tag am Pool entspannen und das Essen und Trinken was man dort erwerben konnte war einfach delicious. Wegen Wibkes obercooler Unterwasser-Kamera verbrachten wir die meiste Zeit im Pool, wo wir wie irre Fotos und Videos voneinander machten. Auf Grund dessen hatte später auch jeder seinen ersten richtigen Sonnenbrand,juhu! Als wir gegen Abend zurück zu unserem Haus gingen, folgte das nächste Highlight des sonnigen Tages: Wir sahen zum ersten Mal Affen.


Sie sprangen über die Dächer und futterten sich von Haus zu Haus durch. Weil auch wir schon wieder Hunger hatten, pilgerten wir in den nächsten Supermarkt und deckten uns mit Keksen, Früchten und Co. ein. ( Die Kekse hier sind göttlich, ich bin im Orangenkeks-Himmel!).
Zuhause schauten wir uns amüsiert die teilweise sehr missglückten Unterwasserbilder an und fragten uns wie man so unfotogen sein kann. :D Hier ein nicht ganz so schlimmes Beispiel des Nachmittags.

Tess, eine meiner Zimmer-Mitbewohnerinnen, hatte „Fat Penguin“ ein super lustiges Spiel ( das an Wahrheit oder Pflicht erinnert) mit, das wir den ganzen Abend über spielten und somit viele kuriose und pikante Details über die anderen Volunteers herausfanden.:D So jetzt wirds aber Zeit ins Bett zu gehen, gute Nacht!

Ein entspannter Tag in Kandy

Wegen den aktuellen Präsidentschaftswahlen in Sri Lanka hatten wir am Donnerstag frei. Marie, Wibke und ich nutzten unsere Freizeit um erstmal richtig schön auszuschlafen. Gut erholt stärkten wir uns danach, wie immer, auf unserer idyllischen Terrasse. Ananas, Papaya, Banane, Melone, Toast – So sieht ein gesundes und leckeres Frühstück in Sri Lanka aus!
Weil wir in den letzten Tagen bereits so viel erlebt hatten, dass einen die Eindrücke schon fast erschlagen, beschlossen wir den Tag ganz entspannt bei einer Shopping-Tour in Kandy zu verbringen. Gesagt, getan: Auf gings mit dem Tuk-Tuk in Richtung City.
In Kandy angekommen, erledigten wir zunächst typische Touri- Einkäufe und besorgten uns Postkarten und ein paar andere Souvenirs. Danach wanderten wir noch einmal halb um den Kandy Lake auf der Suche nach Elepants ( Hosen mit Elefantenaufdruck), auf welchem heute zum ersten Mal die Fontäne in Betrieb war. 
Auch an dem leckeren Smoothie-Stand konnten wieder nicht kauflos vorbei gehen und deswegen landete schon bald ein frisch-fruchtig gekühlter Smoothie in unseren Bäuchen. Da wir allerdings in Sri Lanka zu kleinen „Raupe-Nimmersatts“ mutiert sind, bekamen wir schnell wieder Hunger und beschlossen ins „Midland Deli“ zu gehen. ( Übringens ein super Tipp für den kleinen Geldbeutel, denn hier bekommt man ein reichhaltiges Essen + Getränk für umgerechnet weniger als 2 Euro! ) 
Asia-Chicken-Nudeln und Maccaroni mit Käse
Da wir einen Platz auf dem Balkon ergattert hatten, der zur Straße hinaus zeigte, verbrachten wir noch einige Zeit damit, das rege Treiben der Autos und Busse zu beobachten. Die Zeit verging und ehe wir uns versahen mussten wir auch schon wieder ins Volunteerhaus zurückkehren, da wirwegen den Wahlen, nach vier Uhr eine Ausgangssperre bekommen hatten, weil es sonst möglicherweise gefährlich gewesen wäre sich während eventueller Proteste draußen aufzuhalten. Nichts desto trotz hatten wir auch am Abend sehr viel Spaß, da wir alle zusammen einen Mädels-Dvd-Abend machten. 
Der Film „ The Best Exotic Merigold Hotel“, der ohnehin sehr unterhaltsam ist, wurde uns durch Wibkes Tonnen an deutschen Süßigkeiten noch zusätzlich versüßt.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Einführungswoche Mittwoch

Unser Haushund Puppy und Mönchsgesänge weckten uns ziemlich unsanft am dritten Tag unserer Orientierungswoche. Noch halb verschlafen setzten wir uns anschließend zum Frühstücken nach draußen auf unsere Terasse ( die übrigens direkt am Fluss unter Palmen liegt), wo wir uns alle über unsere Pläne für das Wochenende austauschten.
Nachdem wir unsere Teller abgespült und uns fertig gemacht hatten, ging es zu einer einheimischen Familie, die mit uns ein leckeres Gericht aus Reis, Jack-Frucht, Kokosnuss(-Milch), Bananenwurzeln, Zwiebeln, Knoblauch und Crisps zubereitete.

Es war echt eine supertolle Erfahrung mit ihnen in ihrem Haus zu kochen und dabei ein paar tolle Tipps zur Zubereitung der Gerichte zu bekommen. Zwar kann man die Küchen und vor allem die Hygiene nicht mit den Zuständen in Deutschland vergleichen, aber dafür war die Gastfreundschaft und der Geschmack des fertigen Essens einfach unschlagbar.

Das Beste an allem aber war, dass wir landestypisch mit den Händen gegessen haben ( in Deutschland ein No-Go, in Sri Lanka ein chilliger Standard). Satt und glücklich kehrten wir zu unserem Haus zurück wo uns unsere „Projektmami“ Nelusha in Selbstverteidigung unterrichtete. Wir haben gelernt, wie wir selbstbewusst und stark auftreten und uns im Falle eines Übergriffs verhalten müssen. Dabei erfuhren wir, dass sie das Land Sri Lanka selbst schon bei vielen Judo Wettkämpfen siegreich vertreten hat. Als gutes Vorbild erklärte sie uns, wie sie es schafft sich von Niemandem einschüchtern zu lassen und erzählte einige lustige und liebenswürdige Anekdoten aus ihrem bisherigen Leben. Nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns auf zu dem Weltbekannten Zahntempel in Kandy.

Nelusha führte uns durch den Tempel und erklärte uns einige historische Details zu diesem bekannten Denkmal.

Wir hatten die Möglichkeit Blumen zu kaufen und so in den Genuss von Buddhas Segen zu kommen, was viele von uns taten.

Später fuhren wir in dem kleinsten und gleichzeitig vollsten Bus der Welt zurück, in dem man wirklich Platzangst haben musste. Ein Gutes hatte die Masse an Menschen im Bus allerdings: Niemand konnte bei der rasanten Fahrweise des Busfahrers umfallen, weil alle so gequetscht stehen mussten.

Einführungswoche Dienstag

Der Dienstag stand ganz unter dem Motto „Sightseeing“. Zuerst stand der Besuch eines Schmuckmuseums auf unserem Besichtigungsplan.

Das Schmuckmuseum war zwar sehr interessant, weil wir live zusehen konnten, wie der Schmuck aus den sri lankischen Edelsteinen hergestellt wurde, allerdings erinnerte der anschließende Gang in den Verkaufsraum stark an eine Kaffe-Fahrt, was ziemlich schade war.

Nachdem wir uns von den tüchtigen Verkäufern losreißen konnten, bekamen wir in Kandy eine Führung über den hiesigen Friedhof. Besonders gut gefallen hat mir an diesem Besuch der kleine süße Opi, der uns flüsternd Informationen zu einigen Gräbern geben wollte, die allerdings niemand, wegen der geringen Lautstärke, verstanden hat. :D Das nächste Highlight des Tages war eine Bootsfahrt über den „Kandy Lake“, bei der wir das Glück hatten, Warane und kleinere Schildkröten in freier Wildbahn zu beobachten.



Nach diesem Erlebnis hatte unsere anstrengende Besichtigungstour allerdings noch kein Ende, sondern erstmal nur eine kleine Mittagspause in unserem Haus, weil wir außerdem noch die Gewürz-/ Naturkosmetik Plantage im Hochland von Sri Lanka besuchen wollten. Nach einer endlos langen, überfüllten Busfahrt in der wir zum ersten Mal den heftigen Regen hier erleben durften, kamen wir auf der Plantage an, die sich zu unserer Überraschung mitten im Dschungel befand.




In einem kleinen offenen Holzhaus bekamen wir einen Flyer auf dem verschiedene Rezepte geschrieben. Jeder durfte ein Rezept wählen, hinter dem sich ein Pflegeprodukt verbarg, dass wir dann auch direkt ausprobieren konnten. Von „Sandalwood Oil“ für weiche Haut, über ein Anti-Grippe Mittel, bis hin zu einer Safran-Creme gegen Falten war alles dabei. Wir hatten beim Ausprobieren total viel Spaß und bekamen sogar alle noch eine kleine Massage.


Gut erholt, aber dennoch ziemlich müde, machten wir uns nun wieder auf den Heimweg, wo uns (wie immer) ein Currygericht zum Abendessen erwartete (diesmal allerdings zum ersten Mal mit Fleisch: Hühnchen, Yeah!) Nach dem Abendessen entdeckten wir einen Untermieter in unserem Zimmer: eine Mini-Eidechse, total süß!

Einführungswoche Montag

Der erste Tag der Einführungswoche startete mit Sprach- und Kulturunterricht von unserem Projektkoordinator Dhammike. Er erklärte uns die „Do's and Don't“ in der sri lankischen Gemeinschaft und es wurden uns die verschiedenen Projekte vorgestellt, die wir jetzt noch neu anordnen und wählen konnten. Es stellte sich heraus, dass auf der Website der Organisation, bei der ich gebucht hatte, nicht alle Projekte aufgeführt gewesen waren. Also wurden alle meine Planungen über Bord geworfen und stattdessen habe ich mich nun entschieden einige meiner Projekte durch z.B ein Renovierungsprojekt von Klostern, ein Projekt in einer Auffangstation von Straßenkatzen und Hunden und ein Projekt, in dem behinderte Waisenkinder betreut werden, zu ersetzen. Nach diesen Stunden, in denen ich mich an meine Schulzeit zurückversetzt gefühlt habe, ging es nach Kandy wo wir erstmal Zeit bekamen, die Stadt zu erkunden. Kleiner Tipp: Die Smoothies in der Einkaufsgalerie sind einsame Spitze!

Ein paar Stunden später fand sich unsere Gruppe in einem kleinen Theater, in der Nähe des Zahntempels, zu einer traditionellen sri lankischen Tanzshow ein, wo verschiedene Tänze, ein Balanceact mit vielen Tellern und ein Feuertanz aufgeführt wurden.
 



Anschließend ging es zurück in unser schönes Volunteerhaus, wo wir noch einen geselligen Abend verbrachten.

Montag, 5. Januar 2015

Ayu-Bowan Sri Lanka!

Um 7 Uhr Samstag Morgen begann meine Reise in Richtung Sri Lanka. Erster Stopp des Trips war der Flughafen in Hannover, von welchem ich erstmal nach London ( Heathrow) geflogen bin, um dann den Flieger zu wechseln und nach Colombo weiter zu düsen. Der Abschied von meiner Familie war wie erwartet ziemlich schwer, da sie extra alle mit zum Flughafen gekommen waren. Bei diesigem grauen Regenwetter stieg ich also in Hannover in das Flugzeug und stieg ebenfalls bei diesigem grauen Regenwetter wieder in Heathrow aus. Der Flug an sich war ja nur sehr kurz, was gut war, denn ich hatte wie immer die typischen Reise-Nerver in meiner direkten Umgebung sitzen. :D Es gab den Alle-im-Flugzeug-Alleinunterhalter, der alle Mitreisenden (ob sie wollten oder nicht) durch einige Anekdoten an seinem Leben teilhaben ließ. Außerdem saß direkt neben mir ein lauter Kaugummi-Schmatzer und ein Baby mit Stinkewindeln schrie sich ebenfalls die Seele aus dem Leib. So weit so gut, ich war nun also nach knapp 2 Stunden in London gelandet und habe mich erstmal prompt verlaufen. War eigentlich auch zu erwarten bei einer Person wie mir, die sich selbst schon einmal im Hannover Flughafen verirrt hat. Statt zu Terminal 3, von wo mein Flug nach 8 Stunden Wartezeit starten sollte, war ich ausversehen mit dem Bus zu Terminal 5 gefahren, aber alles kein Problem, die netten Leute an den Info-Schaltern helfen verwirrten Leuten immer gerne weiter. Nachdem ich den Terminal 3 nun auch endlich mal gefunden hatte, musste man wie an jedem Flughafen durch eine Sicherheitskontrolle. Diese allerdings war anders als ich es bis jetzt von Flughäfen gewohnt war. So musste man zwar wie immer das Handgepäck abgeben und durchleuchten lassen, aber man musste auch selber in ein rundes Glasding steigen, in dem man einmal rundherum unter die Lupe genommen wurde und nicht wie sonst einfach nur durch die Sicherheitsschranke spazieren. Der Ton der bei den Anweidungen herrschte, ließ einen glauben, man sei ein Schwerverbrecher. :D Nach dieser Kontrolle gings weiter in die Wartehalle, in der die Anzeigetafel dann (wie soll es auch anders sein) anzeigte, dass mein Flug bis auf weiteres um 3 Stunden verschoben wurde. Nun hieß es also statt der erwarteten 8 Stunden, 11 Stunden zu warten. Yeah! Wie gut, dass mir das an einem Flughafen wie Heathrow passiert ist, denn hier gibt es jede Menge Möglichkeiten die Zeit totzuschlagen.
Als ich dann endlich im Flieger nach Colombo saß verging die Zeit wie im Flug und schon bald landete ich im sonnigen Sri Lanka. Schon der Flughafen in Colombo war total anders als alle Flughäfen die ich bis jetzt kannte, denn dort saßen alle Wartenden vor mehreren Flatscreens um sich dort die Zeit mit einer Cricket-Liveübertragung zu vertreiben.
Ich stieg nach einiger Wartezeit zusammen mit 10 anderen Volunteers in einen Bus der uns nach Kandy brachte. Die Fahrt dahin war allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig, da Stoppschilder und Straßenmarkierungen in Sri Lanka nur Deko sind. Nach einer insgesamt 32 stündigen Reise kamen wir im Volunteer-Haus an wo schon ein landestypisches Abendessen und nette Mitbewohner auf uns warteten.
Das Haus und vor allem die Zimmer sind sehr klein und sehr spartanisch eingerichtet, aber drei Monate wird man es wohl in ihnen aushalten.
Auch die Projekt-Koordinatoren sind sehr nett und stets um das Wohl der Volunteers besorgt.

Freitag, 2. Januar 2015

Auf Wiedersehen Deutschland - Hallo Sri Lanka!

Morgen früh ist es soweit! Auf diesen Tag habe ich mich schon so lange gefreut. Der Koffer ist gepackt, der Rest sicher im Handgepäck verstaut und wie immer stellt man sich die Frage: Habe ich auch nichts vergessen? 


Es ist gar nicht so einfach bei nur 20 kg Freigepäck das Richtige einzupacken, vor allem weil die Temperatur in Sri Lanka durch die Höhenunterschiede zwischen meinen verschieden Einsatzorten teilweise stark variiert.
Natürlich darf bei so einem Auslandsaufenthalt auch die „kleine“ Reiseapotheke nicht fehlen. Wie ihr seht bin ich für jeden Notfall bestens ausgerüstet. :D 


Seit Silvester habe ich die Zeit genutzt, um mich schon einmal von allen Freunden und Verwandten zu verabschieden. Besonders bei meinen besten Freunden und meiner Familie fällt der Abschied schon sehr schwer, (auch wenn ich nur für ein paar Monate unterwegs bin) aber dank eines selbstgemachten Fotoalbum-Geschenks habe ich sie auf der Reise immer bei mir. Danke nochmal dafür, ihr Lieben!
Trotz des morgigen Abschieds kann meine Vorfreude nicht gebremst werden, vielmehr wurde sie sogar noch gesteigert, denn heute war ich bei einer Sri-lankischen Familie zu Gast, die mir bei der traditionellen Tasse Tee noch nützliche Tipps für meine Reise gegeben hat. Alle waren super nett und gastfreundlich, sie haben mir sogar die landestypische Kleidung vorgeführt und Fotos von ihrer Zeit in Sri Lanka gezeigt. Auch was das Benehmen in der fremden Kultur angeht konnten sie mir noch ein paar Informationen geben, dass ich mich dort nicht blamiere. :D
Alles in allem war der Besuch wirklich lustig und aufschlussreich. Nun freue ich mich umso mehr, dass es morgen losgeht, denn wenn alle Sri-Lanker so nett sind wie die Familie, die ich heute besucht habe, kann eigentlich gar nichts schief gehen. Ihr hört von mir wenn ich in meiner Unterkunft angekommen bin, bis dahin heißt es für mich: Abflug ins Paradies der facettenreichen Flora und Fauna – Sri Lanka!